FDP-Kreisverband lud zum neuen Jahr in den Salzwedeler Filmpalast

Der Salzwedeler Walter Hopf hatte die Idee, den Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbandes zur Abwechslung an einem anderen Ort zu veranstalten. Also trafen sich die westaltmärkischen Liberalen und ihre Gäste am Montagabend im Salzwedeler Filmpalast. (Quelle: Volksstimme vom 12.01.2011)

Salzwedel (ue). Passend zur Umgebung sahen die Gäste zunächst den Trailer des Films „Wir bleiben hier – Zukunftsperspektiven im Altmarkkreis Salzwedel“. Der Film, den sieben junge Leute innerhalb des Programms „Stärken vor Ort“ erstellten, soll zeigen, dass es sich durchaus lohnt, eine Lebensperspektive in der westlichen Altmark zu finden.

Lutz Franke, als Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Gastgeber des Empfangs, griff die Kernaussage des Vorschaufilms auf. Er appellierte an die Verantwortung der älteren Generation, die die Rahmenbedingungen schaffen müsse, dass es sich für die jüngere Generation lohne, in der Altmark zu bleiben. Gut bezahlte Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte, die dazugehörende Wirtschaftsförderung eingeschlossen, Breitbandanbindung, Infrastruktur, Bildung, Kultur und Sport, zählte Franke in diesem Zusammenhang auf. Der Bücherbus sei bereits eine Antwort auf den demografischen Wandel. Er müsse aber verbessert, attraktiver gestaltet und mit einem breiteren Angebot versehen werden, so der Vorsitzende des liberalen Kreisverbandes weiter. Bezugnehmend auf die Landtagswahl am 20. März, sagte Franke, dass sicherlich alle Bewerber um die Direktmandate in der Region unterschiedliche Ideen vertreten. Ein Punkt jedoch verbinde alle: eine Stimme der Altmark in Magdeburg zu sein. Es gehe darum, deutlich zu machen, dass nördlich der A 2 Menschen leben, denen ein Recht auf Teilhabe zustehen, betonte der Landtagsabgeordnete.

Kein Empfang in einem Kino ohne Hauptfilm: Nach Rücksprache mit Barbara Bode vom Filmpalast habe er sich für den Film „Das Konzert“ unter der Regie von Radu Mihaileanu entschieden, so Lutz Franke. Ein überaus sehenswerter Film, in dem ehemalige Musiker des Orchesters des Bolschoi-Theaters zu einem Gastspiel nach Paris aufbrechen. Chaos, Witz sowie große Gefühle vor den Schatten der politischen Vergangenheit und Seitenhieben auf heutige Machtverhältnisse finden ein grandioses Finale mit Tschaikowskis Violinkonzert in D-Dur.

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Lutz Franke besuchte Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes

(Quelle: Volksstimme vom 03.01.2011Autor: Marco Papritz) Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel hat Landtagsabgeordneter Lutz Franke die Kreisverwaltung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Salzwedel besucht. Während des Gesprächs mit der Vorstandsvorsitzenden des DRK-Kreisverbandes, Angela Reinecke-Fienhold, erkundigte sich der FDP-Politiker nach den Einsätzen des vergangenen Jahres und Aufgaben für 2011.

Zum Jahreswechsel forderten 29 Einsätze das Eingreifen der Rettungswagen der Wachen Salzwedel, Klötze und Dähre.

Innerhalb der vergangenen fünf Jahre haben sich die Einsätze der Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes verdoppelt. „Pro Jahr haben wir 400 Einsätze mehr zu verzeichnen“, informierte Angela Reinecke-Fienhold Lutz Franke, der postwendend nach den Gründen fragte. „Die Hausärzte werden in unserer Region weniger, die Haubesuche auch. Es wird auch schneller gesagt: `Ruf die Rettung an.‘ Es sind nach wie vor viele, viele Einsätze dabei, die von unseren Rettungswagen gefahren werden, die eigentlich keine sind. Vieles wird vom Bereitschaftsdienst abgedeckt, für das eigentlich der Hausarzt zuständig wäre“, sagte die Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Salzwedel.

Nachts stünden in den Wachen der Hansestadt, in Klötze und in Dähre jeweils ein Rettungswagen (RTW) für Einsätze bereit. Sollte der Salzwedeler bei einem Notruf ausrücken und ein zweiter eingehen, müsste der Hilfebedürftige theoretisch auf einen RTW aus Klötze oder Dähre warten. Angela Reinecke-Fienhold: „Zum Glück hatten wir diesen Fall nicht, aber ich appelliere trotzdem an die Bürger, genau zu überlegen, ob ein akuter, lebensbedrohlicher Notfall vorliegt, wenn der Notruf getätigt wird.“

Die Rettungswagen des Kreisverbandes rückten 2009 zu 7770 Einsätzen aus. Im vergangenen Jahr waren es über 8000. „Die Zusammenarbeit mit Niedersachsen in den Grenzregionen klappt dabei sehr gut, auch mit der Leitstelle“, so die Vorstandsvoritzenden.

42 Mitarbeiter sind als Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten in den drei DRK-Wachen aktiv. „Wir sind in der glücklichen Lage, mehr Assistenten zu haben. Unsere Mitarbeiter sind sehr bestrebt, diese Ausbildung zu machen, obwohl sie ¿nur‘ eine Sani-Stelle haben“, betonte Angela Reinecke-Fienhold. Viele Bürger wüssten zum Beispiel nicht, dass die Stelle des Rettungsassistenten höher einzuschätzen ist als die eines Sanitäters. „Er muss staatlich anerkannt werden und eine zweijährige Berufsausbildung durchlaufen.“ Der Kreisverband verfügt mit den Wachen in Salzwedel und in Klöze über zwei staatlich anerkannte Lehrrettungswachen, in denen junge Leute ausgebildet werden. „Derzeit haben wir vier Praktikanten“, fügte sie hinzu.

Lutz Franke zeigte sich gut vorbereitet auf das Gespräch mit Angela Reinecke-Fienhold. Nicht nur, dass er für die drei DRK-Wachen einen Präsentkorb als kleine Aufmerksamkeit für die Rettungskräfte zusammengestellt hatte, der FDP-Politiker hatte sich auch allerhand Fragen notiert. Etwa wie das DRK damit umgehe, dass 2011 die Zivildienststellen wegfallen. „Ein schlimmes Thema“, sagte die Vorstandsvorsitzende. Beispielsweise im ambulanten Bereich könne das Angebot speziell für ältere Menschen finanziell nicht mehr aufrechterhalten und Dienstleistungen wie Grabpflege oder Begleitdienste angeboten werden. Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) könnten die Lücke, die die Zivildienstleistenden reißen – in Salzwedel sind es in der Regel acht bis zehn pro Jahr – nicht schließen. „Aus der Erfahrung heraus kann ich sagen, dass ein FSJ kein Ersatz, sondern Lückenbüßerdienst ist. Oftmals warten die jungen Menschen beim FSJ auf eine Lehrstelle oder einen Studienplatz und sind dann schnell weg, sobald die Zusage kommt, was absolut verständlich ist“, so Reinecke-Fienhold.

Im Rahmen des Rettungsdienstes erwartet sie durch den Wegfall der Stellen eine negative Langzeitwirkung. „Viele unserer Mitarbeiter haben wir aus dem Zivildienst heraus gewinnen können. Auf diese Quelle können wir nicht mehr zurückgreifen. Das hat Auswirkungen auf den gesamten sozialen Bereich.“ Daher werde 2011 aus ihrer Sicht für den Kreisverband „ein Jahr voller Hausforderungen.“ Zu Beginn des Jahres werden noch zwei Zivis beim DRK anfangen, „aber was ist dann ab Juni?“, fragte Angela Reinecke-Fienhold ihren Gast. „Gerade beim Zivildienst wurde der soziale Gedanke bei jungen Menschen entwickelt“, so Lutz Franke. Abzuwarten sei, wie sich die Bürgerarbeit entwickle.

Fünf Auszubildende werden vom Kreisverband in der ambulanten Pflege und im kaufmännischen Bereich ausgebildet. Die Suche nach weiteren laufe, so die Vorstandsvorsitzende. „Wir hätten gern welche aus der Region“, sagte sie. Allerdings treffen immer häufiger Unterlagen von Bewerbern ein, die weiter weg wohnen. „Wir möchten nicht nur ausbilden, sondern die Leute auch bewusst hierbehalten.“ Dem stünden allerdings die Verdienstmöglichkeiten gegen-über, die beim hiesigen Kreisverband geringer sind als in anderen Regionen. „Allen gefällt es bei uns sehr gut. Wir brauchen examiniertes Mitarbeiter. Die ideelle Sache wird auf Dauer aber nicht reichen, um sie zu halten.“

Positiv betrachtete Angela Reinecke-Fienhold die Entwicklung der Ehrenamtlichen. 150 unterstützen den DRK-Kreisverband Salzwedel in verschiedenen Bereichen.

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Twitter-Barometer Sachsen-Anhalt (Dezember 2010)

Landesverbände der Parteien in Sachsen-Anhalt – Twitter-Account – Zahl der Follower September ->Dezember / Veränderung +/-
1 Piratenpartei-Landesverband: www.twitter.com/piratenLSA: 772 ->866 +96
2 FDP-Landesverband: www.twitter.com/fdp_lsa: 576 ->667 +91
3 Bündnis 90/Grüne-Landesverband: www.twitter.com/gruene_lsa: 488 ->561 +73
4 Freie Wähler Sachsen-Anhalt: www.twitter.com/freiewaehlerlsa: 40 ->60 +20
5 SPD-Landesverband: www.twitter.com/spd_lsa: 23 ->29 +6
(Dieser Account war noch nicht aktiv.)
6 CDU-Landesverband: Kein Twitter-Account!
6 Die Linke-Landesverband: Kein Twitter-Account!

Landespolitiker (Mitglieder der Landesregierung, Mitglieder des Landtages und Landesvorsitzende der Parteien in Sachsen-Anhalt)
1 Cornelia Pieper MdB und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, FDP-Landesvorsitzende: www.twitter.com/CorneliaPieper: 624->698 +74
2 Lutz Franke, stv. Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion: www.twitter.com/Lutz_Franke 231->272 +41
3 Matthias Höhn MdL, Vorsitzender der Linkspartei und bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke: www.twitter.com/MatthiasHoehn: 212->265 +53
4 Birke Bull MdL, stv. Landes- und stv. Fraktionsvorsitzende der Linkspartei: www.twitter.com/Birke_Bull: 170->241 +71
5 Dr. Lydia Hüskens MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Fraktion: www.twitter.com/LydiaHueskens: 143->187 +44
6 Dr. Reiner Haseloff, stv. CDU-Landesvorsitzender und Wirtschaftsminister, CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2011: www.twitter.com/reinerhaseloff 125->177 +52
7 Marco Tullner MdL: Finanz- und Hochschulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: www.twitter.com/MarcoTullner: 113->163 +52
8. Eva von Angern MdL, Vorsitzende des Stadtverbandes Magdeburg von Die Linke: www.twitter.com/Eva0112: 159 (Sept. nicht in der Liste)
9 Jens Bullerjahn MdL, Finanzminister und SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2011: www.twitter.com/jens_bullerjahn: 99->138 +39
10 Rüdiger Erben, Staatssekretär im Innenministerium (SPD): www.twitter.com/RuedigerErben: 74->115 +39
11 Stephan Gebhardt MdL, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke: www.twitter.com/StefGeb: 105 (Sept. nicht in der Liste)
12 Prof. Dr. Claudia Dalbert, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Grüne: www.twitter.com/ClaudiaDalbert: 61->80 +19
13 Henning Lübbers, Landesvorsitzender der Piratenpartei, schrieb lt. Auskunft des Landesverbandes der Piratenpartei (unter dem „Cover-Account“) http://twitter.com/N0d4chi, fügte am 8.12. seinen Namen hinzu; er hatte Tags zuvor 43 Follower.
14 Wulf Gallert MdL, Vorsitzender der Fraktion Die Linke und Spitzenkandidat zur Landtagswahl: www.twitter.com/WulfGallert: 24 (Sept. nicht in der Liste)
15 Norbert Bischoff MdL und Sozialminister (SPD): www.twitter.com/Norbiber: 15->16 +1
(begonnen und vergessen)

Zum Twitterbarometer findet man im Blog Edition Flint aussagekräftige Grafiken, u.a.
Twitterbarometer – Landesverbände der Parteien in Sachsen-Anhalt
Twitteraktivität

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Standortgefährdung durch hohe Stromkosten

Rede im Landtag zur Standortgefährdung durch hohe Stromkosten
Rede von Lutz Franke zur Standortgefährdung durch hohe Stromkosten: „Große Sorge bereitet uns, dass wir in Sachsen-Anhalt bereits die höchsten Strompreise bundesweit haben.“

Autor: Lutz Franke

Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren,

vorgestern hat Bundespräsident Wulff die Verlängerung der Atomlaufzeiten unterzeichnet. Der Weg für die Umsetzung des ambitionierten Energiekonzeptes der schwarz-gelben Bundesregierung ist damit frei. Da wir in Sachsen-Anhalt aber keine Kernkraftwerke besitzen und es auch noch eine Zeit lang dauern wird, bis wir die Auswirkungen des Energiekonzeptes zu spüren bekommen, möchte ich mich einem anderen Problem widmen. Viele Menschen hier im Land haben in den letzten Wochen Post von ihrem Energieversorger bekommen, in der eine beachtliche Erhöhung des Strompreises angekündigt wird. Natürlich ist es in einer Marktwirtschaft so, dass Preise sinken und steigen, ohne dass wir als Parlament uns damit beschäftigen müssen. Das ist auch grundsätzlich richtig. Der Staat darf sich nicht in die Preissetzung freier, am Markt tätiger und im Wettbewerb befindlicher Unternehmen einmischen. Beim Strompreis hat er dies aber längst getan. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft betrug der Staatsanteil am durchschnittlichen Strompreis in Deutschland rund 40%. Dies wäre an sich schon eine eigene Debatte wert, denn insbesondere seit 1998, also unter rot-grün, ist der Staatsanteil massiv gestiegen.

Sehr geehrten Damen und Herren, viel mehr Sorgen bereitet uns jedoch, dass wir in Sachsen-Anhalt bereits die höchsten Strompreise bundesweit haben. Gehen Sie einfach mal auf ein beliebiges Internetportal, das die Strompreise vergleicht. Da werden Sie keine Region finden, in der der Strom teurer ist. Die angekündigten Preiserhöhungen um 5, 6 und teilweise 10% zum 1. Januar 2011 werden dazu beitragen, dass sich diese Situation keineswegs entspannt. Dies betrachten wir mit allergrößter Sorge. In Zeiten einer wieder anspringenden Konjunktur dürfen sich die Strompreise nicht als Bremsklotz erweisen, der Sachsen-Anhalt aus der Bahn wirft.

Sehr geehrten Damen und Herren, die Höhe der Energiekosten beeinflußt die Standortqualität. Entscheidungen über Neuansiedlungen und Erweiterungsinvestitionen werden unter Berücksichtigung der Strompreise gefällt. Die Energiepreise haben zweifellos Einfluß auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Arbeitsplätze und auf die Beschäftigung im Land. Es geht deshalb darum, Maßnahmen zu entwickeln, wie man diesem Trend entgegenwirken kann. Die Höhe des Strompreises ist zu einem beachtlichen Teil politisch motiviert. Deshalb muss auch die Politik ihren Teil dazu beitragen, dass langfristig jeder Haushalt und jedes Unternehmen preiswerten und sicheren Strom erhält.

Das bedeutet, dass wir uns als Landespolitiker jenem Teil des Preises zuwenden müssen, den das Land beeinflussen kann. Damit wären wir zwangsläufig beim Thema Windkraft. Hierzu kurz ein paar Zahlen: Zum Stichtag 31.12.2008 betrug die installierte Leistung an Windkraftanlagen in Sachsen-Anhalt 2.825 Megawatt. Das sind über 9% der in ganz Deutschland installierten Anlagen bei nicht einmal 6% Flächenanteil. Damit lagen wir an dritter Stelle nach Niedersachsen und Brandenburg. Allein 2008 kamen saldiert 131 MW hinzu – das ist bundesdeutsche Spitze.

2008 wurden in Sachsen-Anhalt über 5.000 Gigawattstunden aus Windenergie eingespeist. Hierfür wurde eine Mindestvergütung von 440 Millionen € gezahlt.

Sehr geehrten Damen und Herren, das muss zwangsläufig Auswirkungen auf den Strompreis haben, und zwar aus mehreren Gründen. Einer ist der Netzausbau. Die zweite DENA-Studie hat kürzlich festgestellt, dass wir in Deutschland in den nächsten zehn Jahren zusätzlich 3.600 km an Höchstspannungsleitungen benötigen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 9,7 Milliarden €. 2005 war die DENA noch von 850 Kilometern ausgegangen. Bemerkenswerterweise sind hiervon erst 90 km realisiert. Es werden also in den nächsten Jahren gewaltige Kosten auf die Stromkunden zukommen, denn eines ist völlig klar: Diese Ausbaukosten werden nicht die Unternehmen tragen, sondern sie werden sie auf die Kunden überwälzen, sprich: in den Strompreis mit einfließen lassen. Dies wird unser Bundesland sehr stark treffen, denn je höher der Anteil an Windkraftanlagen, um so mehr kommt es zu Einspeisespitzen bei gleichzeitig geringer lokaler Nachfrage. Das Netz muss also in der Lage sein, große Mengen an Strom abzutransportieren. Es muss also nicht mehr nur Versorgungs-, sondern auch Entsorgungsnetz sein.

Ein weiterer Punkt sind die vermiedenen Netznutzungsentgelte. Den dezentralen Einspeisern muss die vermeintlich geringere Nutzung der Netze ebenfalls vergütet werden. Dies ist Bestandteil der EEG-Umlage. Diese entgangenen Einnahmen holen sich die Netzbetreiber zurück, indem sie sie natürlich auf alle anderen Stromkunden umlegen.

Sehr geehrten Damen und Herren, die Kosten für den Netzausbau und die Einnahmeverluste aufgrund vermiedener Netznutzungsentgelte fallen bei Netzbetreibern an, die die Region versorgen. Sie führen in der Tendenz zum Anstieg der Netznutzungsentgelte in der Region und können nicht bundesweit umgelegt werden. Die Landesregierung ist deshalb aufgefordert, sich im Bund für eine bundesweit einheitliche Lastenverteilung für die vermiedenen Transportentgelte einzusetzen. Eine Umlageregelung, wie sie für die Vergütungszahlungen nach dem EEG schon seit Jahren funktioniert, würde das Problem beseitigen.

Herr Minister, auch ich bin stolz darauf, dass Sachsen-Anhalt das Land der erneuerbaren Energien ist. Die Frage ist aber der Preis, den wir als Land dafür zahlen müssen, wenn die Lastenverteilung zuungunsten der innovativen Länder erfolgt. Ich möchte einfach nicht, dass wir für unsere Vorreiterrolle bestraft werden.

Sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte hier noch einmal ganz klar betonen, dass auch wir Liberale uns zu den erneuerbaren Energien bekennen. Aber es muss den Menschen klar gemacht werden, dass ihr Einsatz auch mit Kosten verbunden ist. Kosten, die unserer Meinung nach nicht ins Uferlose steigen dürfen und den Standort gefährden. Die Dominanz der Windenergie hat nicht nur den beschriebenen negativen Effekt auf den Strompreis. Sie verhindert außerdem die Entwicklung anderer regenerativer Energien. Die Netze sind jetzt schon überlastet und haben Probleme, den Windstrom zu transportieren. Von anderen Energieträgern gar nicht zu reden. Die Windkraft blockiert förmlich die Einspeisekapazitäten anderer regenerativer Stromerzeuger, wie zum Beispiel auch der Biomasse.

Deshalb fordern wir Liberale auch Augenmaß bei der Installation neuer Windkraftanlagen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Landesregierung klar Farbe bekennt, wo sie die Windenergie schwerpunktmäßig ansiedeln will.

Konsequente Energiepolitik hätte verlangt, dass Sie klar im Landesentwicklungsplan entsprechende Vorranggebiete ausweisen und nicht den Regionalen Planungsgemeinschaften den Schwarzen Peter zuschieben. Bevor es jedoch zu Neuansiedlungen kommt, ist zunächst ein Repowering bestehender Anlagen anzustreben. Dies muss jedoch so gestaltet werden, dass es mit einem Ausdünnen verbunden ist. Wenn also in einem Windpark mit 50 Windrädern 40 repowerte dieselbe Leistung bringen wie zuvor die 50, müssen 10 Windräder abgebaut werden. Uns ist auch extrem wichtig, dass dieses Repowering tatsächlich nur in den dafür vorgesehenen Eignungsgebieten stattfindet. Wir haben in diesem Zusammenhang mehrfach erklärt, dass wir die im Landesentwicklungsplan geschaffene Möglichkeit, der nachträglichen Ausweisung von Vorrang- und Eignungsgebieten für einen fatalen Fehler halten. Wozu dies führen kann, möchte ich ganz kurz illustrieren.

Inzwischen sind uns Fälle bekannt geworden, in denen Gemeinderäte dubiose Briefe bekommen haben. In diesen Briefen wird ihnen ganz unverblümt ein hoher Geldbetrag angeboten, wenn sie sich für die Ausweisung von Vorrang- und Eignungsgebieten einsetzen. Ich nenne so etwas versuchte Bestechung.

Diese Auswüchse sind so wie die hohen Strompreise Resultat einer inkonsequenten Energiepolitik der Landesregierung. Es gibt zwar gute Ansätze, so zum Beispiel das Forschungsvorhaben in Staßfurt, wo mit Hilfe von Druckluft die überschüssige Energie von Windspitzen gespeichert werden soll, aber das allein reicht nicht. Die Speichertechnologien sind entscheidend für die Zukunft der erneuerbaren Energien. Ihre Erforschung muss den Schwerpunkt bilden.

Sehr geehrten Damen und Herren, ich kann mich noch genau erinnern. Bei meiner ersten Rede hier im Landtag habe ich im Juli 2006 den zu massiven Ausbau der Windenergie angeprangert.

Im Dezember 2007 hatten wir eine Aktuelle Debatte auf Wunsch der CDU zu den Energiepreisen. Da habe ich erneut auf das Problem der Windenergie aufmerksam gemacht. Wir hatten damals schon die höchsten Strompreise deutschlandweit. Ich habe deshalb, so wie ich es eben getan habe, die Landesregierung aufgefordert, auf Bundesebene aktiv zu werden und auf eine bundesweite Lastenverteilung hinzuwirken. 3 Jahre später stehe ich nun wieder hier und muss feststellen: die Situation hat sich nicht geändert.

Die Landesregierung hat hier nichts bewegt. Die Energiepolitik der Landesregierung ist gescheitert.

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FDP-Wirtschaftsexperte warnt vor dem „Wasserpfennig“ in Sachsen-Anhalt

Auf der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses brachte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Lutz Franke, im Rahmen der Beratungen des Wassergesetzes die Problematik des Wasserpfennigs zur Sprache.

Der Entwurf für ein neues Wassergesetz enthält die aus dem alten Gesetz übernommene Regelung, welche grundsätzlich der Landesregierung das Recht einräumt, ein Wasserentnahmeentgelt zu erheben. Im Namen der FDP-Fraktion beantragte Franke die Streichung dieses Passus, scheiterte jedoch an der Koalition von SPD und CDU. Die Linke forderte erneut die gesetzliche Einführung des Wasserpfennigs.

Franke kritisierte das Abstimmungsverhalten der Koalitionäre auf das Schärfste, denn dadurch bliebe die latente Gefahr einer zusätzlichen Belastung der Verbraucher und Unternehmen in Sachsen-Anhalt bestehen. „Nach wie vor drohen uns unnötige und vermeidbare Preissteigerungen, die alle treffen und den Investitionsstandort Sachsen-Anhalt schwächen. Statt die Unternehmen zu entlasten, behält sich die Koalition vor, die Wirtschaft beim Wasserverbrauch anzuzapfen, ohne dass die die Einnahmesituation des Landes entscheidend verbessern oder zu nachhaltiger Ressourcenschonung beitragen würde“, erklärte Franke am Rande der Ausschusssitzung.

Franke weiter: „Anscheinend hat die Koalition aus den Diskussionen des letzten Jahres nicht gelernt. Damals wurde klar, dass zu den besonders stark betroffenen Bereichen mit der Chemieindustrie auch eine der Vorzeigebranchen des Landes gehören würde. Ich befürchte, dass uns im nächsten Jahr, bei der Beratung des Haushaltes für 2012 erneut das unsinnige Ansinnen vorgetragen wird, eine entsprechende Abgabe zu erheben, um den allgemeinen Haushalt zu entlasten. Als FDP werden wir diese Problematik weiterhin im Auge behalten und uns weiter dafür einsetzen, diese Regelung zu streichen, damit die Gefahr eines Wasserentnahmeentgeltes endgültig gebannt wird.“

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Die Altmark im Herzen

Politiker, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes, Sportfunktionär, Firmeninhaber, Feuerwehrmann, begeisterter Familienvater und Opa, aber vor allem leidenschaftlicher Altmärker: Lutz Franke wird heute 50 Jahre alt.

Autor: Uta Elste
Salzwedel (Quelle: Volksstimme vom 29.10.2010). Eigentlich wollte Lutz Franke mal Flieger werden. Die Welt von oben betrachten, unmittelbar an den Elementen sein, aber auch Spaß haben, so wie in dem Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“. Lutz Franke hält einen Augenblick inne und gesteht mit einem spitzbübischen Lächeln: „Eigentlich ist das noch immer mein Traum.“

Spannend wäre es natürlich auch, sich wie ein Vogel in die Lüfte zu erheben. Dabei hat es in den vergangenen Jahrzehnten nicht minder Spannendes gegeben. „Die Wendezeit überhaupt“, sagt Lutz Franke. Der gebürtige Hallenser erlebte sie als ganz unmittelbarer Beobachter, als Redakteur der Salzwedeler Volksstimme. „Es war die Zeit, in der ich mit vielen Menschen sprechen konnte, vieles verstehen lernte.“ Die neue Zeit habe die Möglichkeit geboten, sein Geschick in die eigene Hand zu nehmen, selbst etwas Neues anzufangen. Lutz Franke ergriff seine Chance und machte sich 1992 als Unternehmensberater selbständig. „Damals war ich 30 Jahre alt und hatte den Mut, etwas ganz Neues anzufangen. Schließlich war das ganze Leben vorher jemand da, der sagte, was man darf.“ Ab sofort war er für Erreichtes selbst verantwortlich. Für den Erfolg, aber auch für den Misserfolg. „Und ich habe beides gehabt“, blickt Lutz Franke zurück.

Mit der Politik hatte er nach den Jahren als Offizier der Grenztruppen eigentlich abgeschlossen. Doch die Jahre nach der Wiedervereinigung boten ihm auch die Möglichkeit, nachzudenken, Bisheriges zu überdenken, aufzuarbeiten, neue Wege zu suchen. 1998, Lutz Franke arbeitet in der Außenwirtschaft, war der Punkt erreicht. „Ich wollte mich einbringen, etwas zu tun.“ Lutz Franke trat in die FDP ein. In Halle übrigens. Warum in die FDP? Der Freiheitsgedanke habe ihn angezogen, natürlich auch die Tatsache, dass die FDP eine Wirtschaftspartei sei. „Der liberale Gedanke, die Toleranz gegenüber anderen Meinungen, ist mir sehr wichtig“, betont er.

„Toleranz und Offenheit habe ich bereits in meinem Elternhaus erlebt. Sie sind aber unterdrückt worden – von mir selber. Sie passten schließlich nicht so richtig ins System“, reflektiert Lutz Franke selbstkritisch.

Aber seine Eltern gaben ihrem Sohn Lutz und seinen drei Geschwistern die Liebe zum Sport mit auf den Lebensweg. Für Gerhard und Felicitas Franke war der Sport Beruf und Berufung. Gerhard Franke war Nationaltrainer im Basketball, Felicitas Franke Sportlehrerin. „Ich bin in der Basketballhalle groß geworden“, erzählt Lutz Franke. Freude mischt sich bei ihm mit Stolz, wenn er heute gelegentlich von älteren Basketball-Enthusiasten gefragt wird, ob er vielleicht etwas zu tun habe mit d e m Gerhard Franke… Allerdings war Lutz Franke keine Karriere in der Basketballhalle beschieden. Mit zehn Jahren wechselte er zum Geräteturnen. „Mein Lieblingsgerät? Das war der Barren.“ Handstand, auf den Händen laufen, das kann der Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB) Altmark West, übrigens heute noch.

Engagement im Sportverein misst Lutz Franke eine große Bedeutung zu. „Sport vermittelt Werte, auch Ehrgeiz, aber vor allem Fairplay, Regeln und Kameradschaft.“ Man entwickele sich weiter. Das sei prägend für den Umgang mit anderen, letztlich auch in der Politik.

Als er 2002 zum ersten Mal für ein Landtagsmandat kandidierte, sei er mit Vorstellungen angetreten, die sich letztlich als Illusion erwiesen. „Sie waren nicht eins zu eins umsetzbar. Demokratie besteht darin, Kompromisse zu finden.“

Aber Politik biete auch die Möglichkeit, sich tiefgründig mit Themen zu befassen und diese von diversen Seiten zu beleuchten. Stichwort CO2-Verpressung. Klimafaktoren, ökonomische Aspekte, der Schutz der Bevölkerung. Im Kreistag stimmte Lutz Franke für die Resolution, die die Verpressung grundsätzlich ablehnt.

Landtag, Kreistag, FDP-Kreisverband, KSB – wann bleibt da Zeit für die Familie, für Hobbys? Zeit für ein Geständnis: „Ich habe ja selbst mal Zeitmanagement gelehrt. Aber man ist eben nie ein Musterknabe.“ Obwohl: „Wenn die langen Fahrwege in der Altmark nicht wären, könnte man noch viel mehr schaffen.“ Lesen beispielsweise. Lutz Franke bekennt sich als begeisterter Leser schöner Romane, eine Begeisterung, die er bei jeder Gelegenheit versucht, weiterzugeben. Oder sich selbst den Geburtstagswunsch erfüllen: „Ich möchte ein bisschen mehr Zeit für die Familie haben.“

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Unsere Sportvereine werden für die Misswirtschaft des LSB zur Kasse gebeten

Mit großer Enttäuschung nahmen die Delegierten des Kreissportbundes AltmarkWest zum 6. Ordentlichen Landessporttag die Abstimmungsergebnisse zur Erhöhung des Mitgliederbeitrages und der Zwangszuordnung der Allgemeinen Sportgruppen zur Kenntnis.
„Unsere Delegierten haben auf Grund des eindeutigen Votums unserer Sportvereine gegen die Anträge gestimmt“, erklärte der Vorsitzende des Kreissportbundes, Lutz Franke.

In der Diskussion auf dem Landessporttag in Bernburg machte Lutz Franke in seiner Rede zu den Anträgen deutlich, dass es nicht sein kann, dass „die Sportvereine für die Misswirtschaft der 2008 abgelösten alten LSB-Führung zur Kasse gebeten werden“. Franke befürchtet, dass die Rechnung nicht aufgeht und dass es gerade durch die Zuordnung und Beitragserhebung bei den Allgemeinen Sportgruppen zu Austritte von Mitgliedern kommen wird. „Die erhofften Mehreinnahmen von 247.250 Euro für den Landessportbund werden durch einen deutlichen Rückgang der Mitgliederzahlen nicht kommen. Das ganze wird ein Nullsummenspiel bei dem die Sportvereine die Zeche zu bezahlen haben“, meinte der Kreissportbundvorsitzende.

Magdeburg (dapd-lsa). Trotz der Abwendung der Insolvenz sind die Finanzprobleme beim Landessportbund (LSB) aus Sicht der FDP-Fraktion in Sachsen-Anhalt längst nicht gelöst. Die sportpolitische Sprecherin der Fraktion, Lydia Hüskens, sagte am Mittwoch in Magdeburg, substanzielle und an Wurzeln gehende Lösungsversuche blieben aus. Langfristig sei bereits absehbar, dass der LSB wieder in finanzielle Schwierigkeiten kommen werde, warnte sie.

Solange es für die Landessportschule Osterburg kein tragfähiges Wirtschaftskonzept gebe, würden selbst bei einer Vollauslastung Defizite eingefahren, sagte Hüskens. Dass aus Steuerproblemen nun Steuerentlastungen würden, erwecke den Eindruck, dass mit allen Mitteln versucht worden sei, „die Bilanz sauber zu bekommen“. Zugleich bemängelte Hüskens, dass der Sport im Land „weiter am Gängelband der Politik“ hänge und eine Autonomie nicht in Sicht sei.

Finanzminister Jens Bullerjahn, Sozialminister Norbert Bischoff (beide SPD) und LSB-Präsident Andreas Silbersack hatten am Dienstag den Abschlussbericht einer Arbeitsgruppe vorgestellt, nach dem sich die Liquidität des LSB, bei dem sich Schulden in Millionenhöhe angehäuft hatten, deutlich verbesserte. Der Finanzausschuss des Landtags soll am Donnerstag über die Freigabe von 150.000 Euro entscheiden. SPD-Fraktionschefin Katrin Budde sagte in Magdeburg, die SPD trage die Vereinbarung mit. Die Freigabe der Mittel sei notwendig, um aus der schwierigen Situation zumindest eine beherrschbare Situation zu machen.

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Beim CCS macht die Landesregierung den zweiten Schritt vor dem ersten!

Bei den heutigen Beratungen zum Landesentwicklungsplan im Wirtschaftsausschuss kam auf Initiative des wirtschaftspolitischen Sprechers der FDP Fraktion, Lutz Franke, das Thema CO2-Verpressung (Carbon Capture and Storage) zur Sprache.
Laut vorliegendem Entwurf des Landesentwicklungsplans verfolgt die Landesregierung das Ziel, die fast erschöpften Erdgaslagerstätten in der Altmark für die CO2-Speicherung zu sichern. Dieses Vorgehen ist nach Ansicht des altmärkischen Landtagsabgeordneten verantwortungslos.

Franke: „Es wurde noch kein einziger Kubikmeter des Gases in der Erde verbracht. Die Forschung dazu ist noch nicht einmal angelaufen. Erst wenn belastbare Forschungsergebnisse vorliegen, kann man darüber entscheiden, ob die Erdgaslagerstätten für eine dauerhafte CO2-Lagerung geeignet sind. Indem die Koalition sich jetzt schon auf das verbindliche Ziel der langfristigen CO2-Lagerung festlegt, geht sie den zweiten Schritt vor dem ersten. Ich habe deshalb vorgeschlagen, den entsprechenden Passus zu streichen, was von Seiten der Koalition jedoch abgelehnt wurde.“

Im weiteren Verlauf der Beratungen wurde von den Oppositionsfraktionen der Antrag eingebracht, das Ziel der langfristigen CO2-Speicherung in einen Grundsatz zu ändern. Dies hätte zumindest eine spätere Abwägung erforderlich gemacht. Dieser Antrag wurde jedoch von den Koalitionsfraktionen ebenfalls abgelehnt. Franke wertete dieses Vorgehen als Niederstimmen konstruktiver und folgerichtiger Vorschläge der Opposition. „Die CDU und SPD schaffen planerische Fakten bevor eine wissenschaftliche Erforschung überhaupt begonnen hat und werden damit ihrer Verantwortung für die Altmärker nicht gerecht“, befand Franke abschließend.

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„Wir schwimmen für das Waldbad Zichtau“

lautet das Motto des ersten Sponsorenschwimmen am Ende der Badesaison im Zichtauer Waldbad. Es ist eine wunderbare Idee, die Astrid Läsecke, die Fördervereinsvorsitzende, da hatte.

Eine gute Idee, die sich nahtlos in die vielen ehrenamtlichen Aktivitäten zum Erhalt des Waldbades Zichtau oder Dähre oder vieler anderer Freibäder des Landkreises einreiht.

Denn klar ist: ohne die Freibäder büßen die Gemeinden weiter Lebensqualität ein. So wird es beispielsweise schwerer, Kindern das Schwimmen beizubringen oder sinnvolle und attraktive Freizeitangebote zu machen. Klar ist aber auch, in den Gemeinden und Kommunen regiert der Rotstift und oft muss er bei den kulturellen, sozialen und sportlichen Einrichtungen angesetzt werden. Das ist kein böser Wille der kommunalen Vertreter oder der Verwaltungen. Welcher Stadt- oder Gemeinderat schließt schon gerne Freibäder, Dorfgemeinschaftshäuser oder Sportplätze? Aber wären Salzwedel, Kalbe oder Gardelegen Unternehmen, dann würden sie nicht mehr existieren. Dann hätte der Insolvenzverwalter die Mitarbeiter nach Hause geschickt, das Licht ausgemacht und die Tore verriegelt. Und die Gläubiger hätten ihr Geld abgeschrieben.

Doch Salzwedel, Kalbe oder Gardelegen sind Städte. Man kann sie nicht einfach schließen. Auch wenn Geld fehlt müssen die Städte und Gemeinden ihre Pflichtaufgaben für die Bürger erfüllen. Für Schulbildung, Sozialleistungen, Straßenbau, Feuer- und Katastrophenschutz oder Stadtentwicklung werden Steuerbeiträge vom Bürger verlangt. Also hat der Bürger auch das Recht diese Leistungen zu erhalten. Aber unser Leben in den Städten und Gemeinden macht mehr aus als nur das Notwendigste. Wir Bürger wollen auch Sportstätten, Bibliotheken, Kultureinrichtungen und Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren. Und diese Angebote können die Kommunen freiwillig anbieten. Können wenn sie können. Das Einbrechen der Steuereinnahmen im Zuge der Finanzkrise, die Neureglungen des Finanzausgleiches in Sachsen-Anhalt und die Gemeindegebietsreform haben viele Freiwilligen Aufgaben der Gemeinden in frage stellen lassen.

Wann immer man Sparvorschläge formuliert, stößt man zu Recht bei den Bürgern auf Widerstand. Sie sehen nicht ein, dass sie mehr zahlen und dafür weniger bekommen sollen. Wozu denn noch einen Bürgermeister oder einen Landrat wählen, wenn der keinerlei Spielraum mehr hat? Wenn er – egal, von welcher Partei er stammt – nur noch gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben erfüllen kann?

In Zichtau schwimmt man für das Waldbad, in Salzwedel kann man für die Flora spielen und in Kalbe tanzt man vielleicht bald für das Kulturhaus. Das ehrenamtliche Engagement von vielen Bürgern ist gefragt und in der Bürgergesellschaft unverzichtbar. Sicherlich sind Ideen zu Sponsoring, Aktionen und Benefiz wichtige Ergänzungen, auf die man nicht verzichten kann und darf. Doch ohne finanzielle Spielräume der Gemeinden, Städte und Kommunen für die Erfüllung freiwilliger Aufgaben geht es auch nicht.

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Renaturierung der Gewässer ist das A und O

(Quelle: Volksstimme vom 06.08.2010) von Julia Kuhlmann
Gestern schaute Lutz Franke bei den Angelsportlern Salzwedel vorbei, um sich bei Norbert Tschenisch nach dem aktuellen Stand des Vereinslebens zu erkundigen.

Dieser hob die wertvolle Hilfe einiger Freiwilliger hervor, die sich darum kümmern, die zugewachsenen Gewässer in Stand zu halten. „Leider nehmen viele hier die Ausbildung in Anspruch, beteiligen sich danach aber nicht aktiv“, erklärte der Salzwedeler.

Zudem vermeldete er Neuigkeiten in Sachen Eingliederung der Meeresforelle in der Jeetze (wir berichteten). Am 10. August gäbe es nun eine Zusammenkunft im Landratsamt. An diesem Tag soll geklärt werden, ob Interesse an einem Arbeitskreis besteht, der sich dann diesem Projekt widmet. Außerdem sollen die Kosten abgeschätzt werden. „Unsere Kräfte sind an dieser Stelle erschöpft“, sagte Norbert Tschenisch.

Eine wichtige Voraussetzung zur Eingliederung der Meeresforelle sei die Renaturierung von Dumme und Jeetze. Dies ließe sich mit einfachen Mitteln bewerkstelligen, erläuterte der Salzwedeler. „Wir streben eine Lösung an, die einen Kompromiss mit den Landwirten ermöglicht“, sagte Norbert Tschenisch.

Durch die Renaturierung der Gewässer wäre dann auch das Problem der Fischotter gelöst, die es in kurvig verlaufenden Flüssen schwerer hätten, da sie ihre Beute dort wieder wirklich jagen müssten und nicht wie in begradigten Strömen „einfach schwimmen und dabei nur den Mund aufhalten müssen“, so der Salzwedeler.

Außerdem sprach sich der Angelsportler für eine Entbürokratisierung des Jugendfischereischeins aus.

Norbert Tschenisch (rechts) berichtete Lutz Franke aus dem Vereinsleben. Foto: Julia Kuhlmann

Norbert Tschenisch (rechts) berichtete Lutz Franke aus dem Vereinsleben. Foto: Julia Kuhlmann

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